EIN INTERVIEW MIT DER HAUPTDARSTELLERIN SIMONA FACCHINI

Auszug des Interviews mit Simona Facchini, Fernsehsender "Telesalute", Rom, 19. Mai 1998.

 

Frage: " Mondhimmel" handelt von einem Landstreicher ?

Simona Facchini: Nicht nur...

Frage: Ist es eine Liebesgeschichte ?

S. F.: Es ist schwer, den Inhalt in Worten wiederzugeben, eben weil der Film sich dadurch auszeichnet, daß er keine richtige Handlung hat, keine Fakten oder komplizierte Beziehungsabläufe wiedergibt. Kurz zusammenfassend, handelt er vom inneren Weg einer Frau, einer Architektin, die eine beachtliche berufliche und soziale Identität erreicht hat. Das gilt auch für ihren Mann; beide sind brillante Freiberufler aber. In all dem spürt sie, etwas verloren zu haben, und beginnt sogar zu fürchten, daß ihre Selbstverwirklichung ein Scheitern darstellen könnte. Statt sich deswegen dem Alkohol oder Prozac zu ergeben oder depressiv zu werden, findet sie den Mut, nach dem zu suchen, was sie glaubt, verloren zu haben. Dabei trifft sie auf eine merkwürdige Gestalt, die zu Beginn ein Professor oder Wissenschaftler zu sein scheint, aber gegen Ende des Films in die Gestalt eines Clochards übergeht. Dazu wäre viel zu sagen, beispielsweise daß dieser Landstreicher eine ursprünglichere, archaische Lebensweise darstellt, fast animalisch; vielleicht spürt die Frau, daß ihre innere Leere gerade daher rührte, diese Dimension verloren zu haben...