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ZUM INHALT
"Mondhimmel" handelt von der inneren Entwicklung einer Frau,
der es gelungen ist, eine beachtliche soziale und berufliche Identität
zu verwirklichen. Sie hat einen Mann, der sie liebt, eine schöne Wohnung
und all das, was eine Frau glücklich machen kann, fühlt aber,
daß irgendetwas verloren gegangen ist. Sie geht so weit zu befürchten,
daß ihre Art von Selbstverwirklichung ein Scheitern darstellen könnte,
und beginnt die Suche nach dem, was sie innerlich verloren hat.
In diesem Suchen stößt sie auf eine seltsame Gestalt, die
anfangs ein Universitätsprofessor oder Wissenschaftler zu sein scheint,
sich aber im Laufe des Films als Clochard herausstellt. Indem sie eine Beziehung
zu dieser merkwürdigen Gestalt aufnimmt, die die Rebellion gegen die
Gesellschaft der "Normalen" darstellt, gelingt es der Frau, das
innere Gefühl der Leere zu überwinden. Sie findet durch ihn eine
fast animalische Ursprünglichkeit wieder, die es ihr erlaubt, sich
von ihrem Mann zu trennen und im Finale auch den Landstreicher hinter sich
zu lassen.
ZUM FILM
Nachdem er in drei Filmen mit Marco Bellocchio zusammengearbeitet hatte,
ging Massimo Fagioli - einziger Fall in der Filmgeschichte eines Psychiaters,
der Regisseur wurde - an die Regie seines ersten Spielfilmes. "Mondhimmel",
stilistisch meisterhaft, bezieht sich auf Autoren wie Bergman, Tarkovskij
und Antonioni und wurde in acht Monaten während der Wochenenden mit
nicht-professionellen Schauspielern und ohne Drehbuch gedreht; bei der Hauptdarstellerin
Simona Facchini - im normalen Leben eine Architektin - erreichte Fagioli
eine absolut außergewöhnliche darstellerische Leistung. Fagioli,
von dem das Sujet, die Regie, die Kamera und der Schnitt des Films stammen,
nahm auch als Schauspieler (in der Rolle eines "Schattens" und
mysteriösen Vagabunden) daran teil und komponierte die Musik in Zusammenarbeit
mit dem bekannten Jazzmusiker Enrico Pieranunzi.
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